Nachruf DHTV-Ehrenvorsitzender Peter Feddern

Die Deutsche Handballtrainer Vereinigung – DHTV –  trauert um ihren langjährigen, ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Peter Feddern.

Wir verlieren mit Peter Feddern einen Menschen, der mit seinem Engagement wesentlich die Gründung der DHTV initiierte und durch seine fachliche und soziale Kompetenz als Handballtrainer für viele Mitglieder zum Vorbild wurde – in Erinnerung für viele damalige Trainer bleibt sicher „seine“ Abwehrformation 3:2:1 mit Libero.

Von 1990 bis 2001 als Vorsitzender führte er mit Umsicht und Engagement die DHTV durch die Gründungsjahre und erkannte bereits früh den Sinn der Zusammenarbeit zwischen Trainern und Schiedsrichtern, die ebenfalls ein fester Bestandteil der DHTV wurden.

Als Referent zahlreicher Fortbildungen, die wesentlich von seiner guten Kommunikationsfähigkeit und menschlichen Art geprägt waren, gelang es ihm gemeinsam mit seinem 2011 verstorbenen Vorstandskollegen Hans Thomas, dem Verständnis für die Trainer – und Schiedsrichtertätigkeit im Handballsport verstärkte Bedeutung zu geben.

Frühzeitig erkannte er auch Anzeichen für eine notwendige Veränderung in der Führung der DHTV und begleitete den erfolgreichen Wechsel zu einem komplett neuen Vorstandsteam mit neuen Ideen und Zielen im Jahr 2002.

Für seine besonderen Verdienste wurde er 2002 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Unser Dank und unsere Anerkennung für seine Leistungen werden bestehen bleiben, sein uneigennütziges Engagement wird auch in Zukunft Vorbild für unsere Arbeit sein – die Deutsche Handballtrainer Vereinigung wird Peter Feddern ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Der Vorstand

 

 

 

 

 

„Die Kunst ist, dass die Peitsche sich nicht anfühlt wie eine Peitsche.“ mit Konrad Bansa

Schweißtreibende Waldläufe und Schufterei auf der Laufbahn: Während die Bundesligasaison noch läuft, beginnt in diesen Wochen im unteren und mittleren Leistungsbereich bereits die Vorbereitung. Worauf ist bei der Planung der Vorbereitung zu achten – und wie motiviert man seine Spieler für diese ungeliebte Zeit? A-Lizenz-Trainer Konrad Bansa, der aktuell in der Halle eine männliche C-Jugend in seinem Heimatverein trainiert und Jugend-Nationaltrainer im Beachhandball ist, hat im Interview ein, zwei Ratschläge parat …

Quelle: TSG Münster

Konrad, worauf kommt es bei der Planung der Saisonvorbereitung an?

Die Saisonvorbereitung ist eine besondere Zeit für die Mannschaften, um sich taktisch und athletisch neu zu formieren und zugleich als Team zusammenzuwachsen. Wir sollten als Trainer alle drei Bereiche einkalkulieren – und der Plan, den wir aufstellen, sollte einerseits einen roten Faden beinhalten, aber andererseits variantenreich genug ist, um für die Spieler ständig neue Reize zu erhalten.

Genau das ist die Schwierigkeit, denn die saisonfreie Zeit kann sich – je nach Spielklasse – durchaus über vier oder sogar fünf Monate ziehen …

Für die Planung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Pauschal lässt sich kein Ratschlag geben, da es von der Spielklasse und der Motivation der Spieler, aber auch von Hallenverfügbarkeit und Sommerferien abhängt. Die klassische Variante ist sicherlich das Training in zwei Blöcken:

Ein Block wird nach der ersten Pause nach Saisonende und Abschlussfahrt angesetzt, in dem die Grundlagen mit dem neuen Team gelegt werden. Danach folgt die Sommerpause, bevor man dann in den intensiven zweiten Block geht, der mit dem Saisonstart abschließt. Dabei gilt es natürlich, aufzupassen, dass man in der Sommerpause nicht zu viel von dem verliert, was man sich im ersten Block erarbeitet hat.

Was wäre eine andere mögliche Variante?

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„Volle 60 Minuten“ im Mai

Am Freitag, 24. Mai läuft die 16. Folge unserer Vortragsreihe „Volle 60 Minuten“:
Interessante Einblicke werden diesmal Christian und Fabian vom Dorff geben 🙂
Die beiden Brüder werden von ihrem Halbfinaleinsatz beim Final Four 2024 in Köln, der Vorbereitung, dem Druck und der Anspannung berichten – ihr dürft euch auf einen offenen Austausch freuen.
Bringt also unbedingt eure Fragen mit!

🗓️ Freitag, 24. Mai

⏰ 19:00 bis 20:00 Uhr

📌 Der Link für alle Online-Vorträge von „Volle 60 Minuten“ bei » Zoom
Meeting-ID: 815 7660 8634 | Kenncode: 238128

Wir freuen uns auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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Handball ist spannend: Für klein und groß!

Unter dieser Überschrift findet am Samstag 29.06.2024 eine weitere Trainerfortbildung in Kooperation mit dem VFL Potsdam statt.

Informationen zu Referenten, Inhalten, Lehrgangsanrechnung der Fortbildung für den Kinder-, Jugend- und Seniorenhandball können HIER eingesehen werden.

DHTV-ler erhalten auf dem gewohnten Weg einen Fortbildungszuschuss – Anmeldetermin ist der 26.06.2024

Über die Kommunikation zwischen Trainer und Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff im Interview

Christian und Fabian vom Dorff gehören zu den besten deutschen Schiedsrichtern. Die Brüder gehören dem Elitekader des Deutschen Handballbundes an und leiteten am vergangenen Wochenende das Spiel um den dritten Platz beim REWE Final4. Im Interview sprechen Christian und Fabian, die beide Mitglieder der DHTV sind, über die Kommunikation als Schiedsrichter mit dem Trainer bzw. der Bank während des Spiels – und geben aus ihrer Erfahrung Tipps für beide „Seiten“ … 

Christian, Fabian, worauf kommt es an, wenn ein Trainer im Spiel in die Kommunikation mit dem Schiedsrichter gehen will?

Christian vom Dorff:

Kurz gesagt: Auf den richtigen Moment und die Form der Ansprache (schmunzelt). Aus Schiedsrichtersicht ist das ein Moment, der nicht unmittelbar nach einer vermeintlich falschen Entscheidung ist – und eine Ansprache ohne einen Puls von 160 Schlägen.

Fabian vom Dorff:

Ich würde zudem dafür plädieren, den Schiedsrichtern in den ersten zehn Minuten erst einmal die Chance zu geben, ihren Plan für das jeweilige Spiel anzuwenden und sich parallel als Trainer auf die Linie einzustellen. Ohne zu wissen, welchen Rahmen die Schiedsrichter an diesem Abend vorgeben wollen, ist es fatal für eine vernünftige Kommunikation, wenn ein Trainer nach drei Minuten schon aufbrausend an der Bank steht und einen vermeintlich klaren Freiwurf einfordert.

Wenn man im Laufe des Spiels dennoch das Gespräch suchen will: Welche Form funktioniert aus euerer Erfahrung am besten?

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„Volle 60 Minuten“ im März

 

Schon morgen am Mittwoch, den 20. März läuft die 15. Folge unserer Vortragsreihe „Volle 60 Minuten“: Interessante Einblicke werden diesmal die Bundesliga-Schiedsrichterinnen Sophia Janz & Rosana Sug geben.

Im Gespräch mit unserem Moderator Gleb Sakovski wird das aufstrebenden SR-Team Rede und Antwort stehen. Das Gespann spricht über seinen Weg in die Bundesliga, die Herausforderungen als Frauenteam in Männerspielen und ihre Ziele für die Zukunft.

Ihr dürft euch auf einen offenen Austausch freuen. Bringt also unbedingt eure Fragen mit!

🗓️ Mittwoch, 20. März

⏰ 19:00 bis 20:00 Uhr

📌 Der Link für alle Online-Vorträge von „Volle 60 Minuten“ bei » Zoom
Meeting-ID: 815 7660 8634 | Kenncode: 238128

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Jahreshauptversammlung der DHTV

Am 14. April startet um 10:00 Uhr die Jahreshauptversammlung der DHTV.
Die Veranstaltung findet in der Trainerakademie Köln (Seminarraum) , Guts-Muths-Weg 1, 50933 statt.
Die offizielle Einladung mit Tagesordnung und weiteren Mitteilungen ist allen Mitgliedern per Mail bzw. Brief zugegangen.

„Ein kleiner Blick in die Glaskugel“: Emir Kurtagic im Interview

Im Februar sichtete der Deutsche Handballbund über 450 Jungen und Mädchen für die neue Jugend-Nationalmannschaften des Deutschen Handballbundes. Im männlichen Bereich präsentierten sich in Kienbaum und Heidelberg jeweils 120 Spieler des Jahrgangs 2008; bei den Mädchen wurde der Jahrgang 2009 gesichtet. Jugend-Nationaltrainer Emir Kurtagic berichtet im Interview von seinen Eindrücken von den Sichtungen, die nächsten Schritte und die im Sommer anstehende Europameisterschaft mit seiner männlichen U18-Nationalmannschaft … 

(Quelle: Sascha Klahn / DHB)

Emir, ihr habt in Kienbaum und Heidelberg jeweils 120 Spieler gesichtet. Wie schafft man es, sich über so viele Spieler ein Bild zu machen – und tatsächlich die besten zu „erwischen

Dadurch, dass wir die Sichtung in vier Gruppen durchführen, können wir uns über die zweieinhalb Tage jeweils intensiv mit fünf Landesverbänden beschäftigen. In diesem Zeitraum – vom ersten Tag in Kienbaum bis zum letzten Tag in Heidelberg – sind die Eindrücke frisch und wir haben die Talente sehr präsent in unserem Kopf, weil wir in diesen drei Wochen kaum andere Themen haben.

Ich habe meine Eindrücke auch an jedem Tag direkt verschriftlicht. Carsten Klavehn hat für uns ein System ausgearbeitet, wo alle DHB-Trainer ihre Notizen platzieren und Auffälligkeiten dokumentieren können, was sie gesehen haben. So sind wir in der Lage, einen guten Überblick über die Jungs zu gewinnen.

Worauf guckst du besonders, wenn du die Spieler während der Sichtungen siehst? 

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Oster-Ideen: 10 Lese-Tipps für den Handball-Nachwuchs

Ein Abenteuer mit Ball für die jüngsten Kinder? Eine E-Jugend, die um ihren Saisonstart kämpft? Oder doch lieber eine Detektivgeschichte in der Handballhalle? Die Kinder- und Jugendliteratur rund um unsere Sportart ist in den vergangenen Jahren immer weiter angewachsen. Wir werfen einen Blick auf zehn Titel – und vielleicht ist ja die ein oder andere Geschenkidee für Ostern für eure Kinder oder Enkel dabei …

Bilderbücher

 

Ein Ball für Piet (Pascal Hens)

 

„Piet und seine Familie sind umgezogen, und Piet fühlt sich in der neuen Umgebung sehr einsam. Da erinnert er sich an die Worte seiner Oma: Mit einem Ball bist du nie allein!“: In dem Kinderbuch „Ein Ball für Piet“ erlebt die Hauptfigur Piet gemeinsam mit seinem neuen Ball aufregende Abenteuer. Weltmeister Pascal Hens hat das Buch gemeinsam mit Autorin Kristina Scharmacher-Schreiber und Illustratorin Verena Schulz veröffentlicht.

 

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20. Fortbildung war sehr besondere Veranstaltung

Es war eine sehr besondere Veranstaltung, die der Handball-Verband Brandenburg gemeinsam mit dem 1. VfL Potsdam und der Deutschen Handballtrainervereinigung am vergangenen Freitagabend während des Zweitligaheimspiels des VfL in der MBS-Arena gegen den Dessauer HV durchführte. Unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“ wurden mehr als 60 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und 15 Trainerinnen und Trainer vom Leiter des Bereichs Organisation im Deutschen Schiedsrichterwesen Marc Fasthoff und dem brandenburgischen Lehrwart Manuel Borchardt zum Thema Körpersprache und Kommunikation geschult. Anwendung finden konnte dieses Wissen dann direkt im anstehenden Zweitligaderby, denn das brandenburgische Topgespann Lukas und Robert Müller pfiffen die Begegnung im Anschluss vor mehr als 1800 Zuschauern.

Foto HV Brandenburg

 
Im Nachgang der Partie gelang dann gemeinsam mit den eben noch aktiven Referees, dem Potsdamer Trainer Bob Hanning, Marc Fasthoff und Manuel Borchardt unter der Leitung des ehemaligen Co-Trainers der Deutschen Handballnationalmannschaft Alexander Haase, die Begegnung auch anhand von aktuellen Videoszenen aus der Partie direkt aus Trainer- und Schiedsrichterperspektive zu analysieren und dabei natürlich vor allem den Bereich der Kommunikation und der Körpersprache in den Fokus zu rücken.
So bleibt festzuhalten, dass die mittlerweile 20. gemeinsame Fortbildung des HV Brandenburgs, des VfL und der DHTV eine sehr besondere und gelungene war und sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig sind, dass dieses Format unbedingt einer Wiederholung bedarf.